Wer kenn das nicht? Du fährst gemütlich eine Straße entlang und stehts vor einem Einfahrverbot. Mühsam musst du einen Umweg suchen, obwohl die Straße wenig befahren und breit genug wäre. Dabei sagen Studien der letzten 20 Jahre, dass das Fahren gegen die Einbahn sicher ist! Hier eine Zusammenstellung der Argumente für das sichere Fahren gegen die Einbahn.
Wie oft hören wir, wie praktisch doch so ein Familienrad ist. Warum du dir keines kaufst? Es ist nicht nur der Preis, der vernunftbegabte Menschen davon abhält, ihre Familienlogistik aktiv zu gestalten. Denn dass Familienräder jeden Cent wert sind, haben wir hier beschrieben.
Ein oft größeres Problem als die Anschaffungskosten sind die Abstellmöglichkeiten für das gekaufte Rad. Noch immer sind viele Innenhöfe nicht barrierefrei und über Stufen erreichbar. Fahrradräume sind überfüllt. Schließlich ist es auch nicht erlaubt, das Rad am Gang zu parken, aus feuerpolizeilichen Gründen etwa.
Wenn man also keine Garage zur Verfügung hat, muss das Rad draußen bleiben, neben den Blechdosen.
Durch die Beschränkungen unserer physischen Kontakte leidet der öffentliche Verkehr zu Lasten des Individualverkehrs. Wer dennoch auf das Auto verzichten will oder muss, für die und für den ist ein Familienrad eine brauchbare Lösung. Gerade in Corona-Zeiten.
Auch wenn es in diesen Tagen besonders kalt ist: Mit der richtigen Ausrüstung können Kinder auch im Winter im Bakfiets transportiert werden.
Viel Grün, viel Schatten: Heuer steht das Zeillerplatzl unter einer 90 Jahre alte Rosskastanie mitten in der Zeillergasse.
Aufgestellte wurde die Grätzloase wieder von Familienrad und Schulterblick - der Wiener Radfahrschule. Unterstützt werden wir von der Stadt Wien über die Lokale Agenda 21.
Wir laden alle Nachbar*innen und Passant*innen ein, im Zeillerplatzl zu sitzen, zu trinken, zu besprechen und zu plaudern.
Weil unsere Straße mehr ist als Parkplatz!
Wien ist im öffentlichen Verkehr top. 38 Prozent der Wege werden in den Öffis zurückgelegt, zumindest vor Corona. Durch das günstige Jahresticket ist es für fast
alle leistbar und auch in der Krise sind viele Jahresabos ein Vorteil für die Wiener Linien.
Trotzdem schwächelt der öffentliche Verkehr. Jetzt rächt sich, dass im Individualverkehr in Wien lange Jahre autozentriert geplant und gebaut wurde. Der
Fahrradverkehr braucht passende Infrastruktur, wie die Straßenbahn. Und dafür braucht es Platz.
Der Verein Familienrad hat Frau Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer zum Radfahren durch Hernals eingeladen. Monika Juch, Bezirksrätin, Klubvorsitzende der SPÖ-Hernals und seit eineinhalb Jahren gerne auch selber am Fahrrad unterwegs in der Stadt, sowie Wolfgang Markytan, Mitglied der Verkehrskommission und Schafbergkletterer, sind der Einladung in Vertretung der Bezirksvorsteherin gefolgt.
"Kinder haben in der Stadtplanung die besten Ideen. Lasst uns eine Stadt mit Ideen der Kinder planen," argumentiert Mikael Colville-Andersen, Gründer von Copenhagenize Design Co. und umtriebiger Urbanist.
Was war die Idee und warum braucht es dieses Buch?
Ich bin schon einige Jahre beruflich im Lastenradbereich tätig. Mir ist aufgefallen, dass es zwar viel Aktivitäten in sozialen Medien gibt, es aber noch immer kein Überblicksbuch zu Lastenräder gibt. Wir wollten also diese Lücke schließen und nicht weniger also ein Standardwerk für das Thema Lastenrad schaffen. Dazu haben wir die Lastenräder in verschiedene Kategorien eingeteilt. Manche Bauformen hatte überhaupt noch keinen Namen, die haben wir dann sozusagen getauft.
Neu war auch die Finanzierung des Buches über Crowdfunding.
Wir hatten die Idee für die Struktur des Buches und haben Finanzierung über wollten testen, ob es denn für so ein Buch auch Nachfrage gibt. Die Crowdfunding-Kampagne war dann sehr erfolgreich und wir haben das Projekt gestartet. Eigentlich wollten wir damit in wenigen Monaten fertig sein, es hat dann aber doch zweieinhalb Jahre gedauert.
Ein Grund für die längere Entstehungszeit war auch, dass wir für die Recherche in Archiven wie dem deutschen Postmuseum waren. Denn gerade die Geschichte für Transporträder ist nur sehr schlecht dokumentiert. Sammler haben immer schöne Rennräder gesammelt, Transporträder wurden einfach entsorgt, dadurch sind heute wenig Originalräder erhalten.
Interessant ist im Buch auch die zeitliche Verortung in drei Wellen.
In der Geschichte der Transporträder gab es tatsächlich drei Wellen. Die erste Welle war bei der Erstentwicklung der Fahrräder vor der Motorisierung. Die zweite Welle begann dann in den 1980er Jahre mit der Ölkrise und im Zuge der gesellschaftlichen Ökologisierung. Schließlich sehen wir heute die dritte Welle, die mit dem Bullitt begonnen hat, und die mit einem Mainstreaming von Lastenräder in verschiedenen Nutzungsbereichen einher geht, von Fahrradkurieren bis zur Familienlogistik.
Welche jüngsten Entwicklungen sind im Lastenradbereich erkennbar?
Spannend ist, dass immer wieder neue Konzepte und Produkte vorgestellt werden und das Fahrrad wieder mehr mit der Motorrad- und Automobiltechnologie verschmolzen wird. Also der eine Sektor lernt vom anderen und umgekehrt. Gerade im urbanen Raum wird jetzt wieder kleiner gedacht und Vehikel wie in der Autoindustrie nur als Reisevehikel gedacht. Das ist dann wieder so wie in den Anfangstagen der Automobilindustrie, die ja auch wesentlich von den Fahrrädern übernommen wurden. Und – Stichwort Sharing Economy – Leihlastenräder werden auch immer mehr.
Welche neuen Entwicklungen sind in der aktiven Familienlogistik zu sehen?
Es gab zwar immer schon Spezialsitze für Kinder im Anhänger, der Lastenradbereich hier aber noch nicht so weit und holt hier in den letzten Jahren sehr schnell auf. Gerade neue Anbieter wie das Chike, das Muli oder oder das Load 75 von Riese und Müller sind speziell für den Transport von Kinder ausgerichtet. Trotzdem scheint mir bei Lösungen für den ergonomischen und familienfreundlichen Kindertransportbereich noch Potenzial vorhanden zu sein.
Wir hatten im Herbst die Gelegenheit, mit Ion Sorvin in Kopenhagen über xyzcargo zu sprechen. Aus einem Kunstprojekt, das eine Veränderung des öffentlichen Raums zum Ziel hatte, wurde ein Geschäft mit Aufträgen aus der ganzen Welt.
Das heißt umgekehrt nicht, dass Ion Sorvin, ein wesentlicher Kopf hinter xyzcargo, nicht weiterhin gesellschaftskritisch handeln würde. Sorvin argumentiert gegen unbegrenzten Welthandel und bezeichnet sich selber als Regionalist. Der Ort der Herstellung der Komponenten ist für ihn entscheidend, um nicht nur Emissionen aus dem Transport zu reduzieren, sondern auch soziale Grundrechte bei der Herstellung zu garantieren. Er will zeigen, dass man auch Transporträder lokal produzieren kann. Damit der dadurch geschaffene Mehrwert in der Gesellschaft bleibt und auch Steuern dort bezahlt werden, wo das Fahrrad hergestellt und idealerweise auch gefahren wird.
Everyone who rides a cargo bike has, somewhere down the line, got questions like: Did you build this bike yourself? Can you actually buy this bike somewhere? Riding a cargo bike has been perceived as different for a long time.
Im Rahmen der 30. StVO-Novelle könnte der §66 StVO über die Beschaffenheit von Fahrrädern, Fahrradanhängern und Kindersitzen reformiert werden. Denn das ist dringend notwendig! Familien wollen zum Personentransport nicht immer ins Auto einsteigen müssen. Sie wollen jenes Familienrad fahren, das am besten zu ihnen passt - und dabei nicht in die Illegalität ausweichen müssen!
Die Ampel ist rot. Trotzdem dürfen Radfahrende rechts abbiegen. Eine kleine Zusatztafel erlaubt es. Das funktioniert bestens in anderen europäischen Städten und sollte bald auch in Wien möglich sein.
Das besondere an Vorher-Nachher Bildern von städtebaulichen Maßnahmen ist, dass sie die Vorstellungskraft anregen.
Ein New Kid on the Block bei Transporträder ist COH&CO aus – what else? – Copenhagen. Auf der #Eurobikeshop 2018 stellten sie ihren Rahmen für ein Transportrad vor, das ohne Vordergabel auskommt.
Wir haben hier ja schon öfter argumentiert, dass ein Familienrad so viel Verschiedenes sein kann, Kinderwagen, Scheibtruhe, Lastenrad. Die kanadische Firma Wike hat genau das jetzt entwickelt: ein Lastenrad, das zum Kinderwagen geklappt werden kann.
Radfahren ist in Wiener Gemeindebauten nicht erlaubt. Warum eigentlich? Wenn man mehr Menschen auf Räder bringen will, warum verbietet man ihnen das Fahren dort, wie es gerade für Kinder gefahrlos möglich wäre?
Kinder können ab dem ersten Tag im Familienrad mitfahren, zuerst im Maxi-Cosi, später in einer angenehmen Kinderschale und schließlich am Sitzbankerl.
Und weil wir nicht die ersten sind, die das so sehen, verweisen wir nur auf "The Feminist History of Bicycles" oder auf die Ausgabe "Feminismus & Fahrradliebe" der an.schläge vom Mai 2012. Zum Bestellen und Nachlesen.
Die TU Wien setzt ihre Ringvorlesung "Aktive Mobilität" fort. Eine Empfehlung für alle, die sich für kluge Mobilität im 21. Jahrhundert interessieren!
Wer sich für Lastenräder interessiert, darf zum International Cargobike Festival heuer erstmals nach Berlin fahren.
Die kurze Antwort: nicht viel und nicht viel Gutes.
Die Miete für ein auf der Straße abgestelltes Auto koste monatlich ganze 50 Cent pro Quadratmeter. Ein Schnäppchen!
Eines der für mich interessantesten Details des Fahrradmonitors 2017, das vom deutschen Verkehrsministerium beauftragt wurde, war das niedrige subjektive Sicherheitsgefühl der Radfahrenden im Verkehr. Zu viel und zu schneller Verkehr, zu wenig Radwege, rücksichtslose AutofahrerInnen, etc. Das führt dazu, dass sich nur die Hälfte im Verkehr sicher fühlt. Die Erwartungen an die Politik, sind daraus klar abzuleiten: Mehr und bessere Infrastruktur.
Welche Bedeutung haben Lastenräder? Einige interessante Ergebnisse liefert der Fahrradmonitor, einer Studie zum Verkehrsverhalten und Fahrradnutzung in Deutschland: Das Lastenrad ist doch ziemlich bekannt und viele sind kaufinteressiert. Das Einkommen hat kaum Einfluss auf das Kaufinteresse, sehr wohl aber Bildung und Wohnort.
Das unglaublich Praktische am Bakfiets: Auch wenn sich Pläne ändern und man plötzlich zwei Schultaschen, einen Roller, einen Kindersitz, ein Paar Schuhe und dazu ein Kind oder zwei transportieren muss, hat man dafür Platz, braucht nicht umdisponieren, sondern fährt einfach weiter, bepackt eben, aber ohne die Logistikkette zu ändern. Schon praktisch!
Wer einen Überblick über die wichtigsten Typen und Modelle von Transport- und Familienräder braucht, findet auf morgenlab.net einen schöne graphische Einteilung.
Nicht nur zu Schulbeginn, aber auch zu Schulbeginn, frage wir uns, wie die tägliche Familienlogistik ohne ein Transportrad zu bewältigen wäre.
Auf Kickstarter war der Argo Cargo Kit ein Hit! Mit dem Anbaumodul lässt sich aus jedem Rad in wenigen Handgriffen ein Transportrad machen.
Wir haben uns bei der Eurobike auf die Trends im Bereich der Familienräder konzentriert. Interessant war das Auftreten eines neuen Anbieters (Chike aus Köln), sowie ein starker Fokus auf die Elektromobilität.
Vor einiger Zeit hat uns Lothar Bodingbauer für Ö1 "Moment Leben heute" am Lastenrad begleitet! Unsere Erfahrungen in der Familienlogistik hört ihr übrigens ab Minute 13:00. Aber interessant ist die Sendung ab der ersten Minute! :)
Was ist gesünder? Mit dem Fahrrad fahren und der schlechten Luft ausgesetzt zu sein? Oder in einem Auto zu sitzen und die dortige Luft einatmen?
Jetzt sind sie endlich da! Die Grätzelräder! Transporträder die gratis reserviert und geliehen werden können. Eine super Idee!
Was einmal gesagt werden muss: So ein Transportrad ist halt schon was Schönes!
Seit wir zurück aus Brüssel sind, studieren wir die Wiener Straßen und ihre Fahrtauglichkeit für Familien und Kinder. Als Beispiel dafür, wie gute Fahrradinfrastruktur aussehen könnte, und wie sie nicht sein sollte, zeigen wir die Maroltingergasse im Westen Wiens. Denn zwei Seelen wohnen in ihrer Brust: von zweispurigem Autoverkehr mit Straßenbahn und keinem Platz für den Radverkehr bis hin zu einem räumlich getrennten Radweg bietet diese Straße beides.
Ein Thema, das seinerzeit im Standard-Forum sehr heftig diskutiert wurde, ist die Sicherheit der Kinder in einem Familienrad. Das "Kind als Knautschzone" zu nützen sei unverantwortlich, hieß es da etwa, ebenso wie die Kinder als "Versuchskaninchen im Wiener Verkehr" zu verwenden. Grund genug also hier endlich ein paar Sätze zur Sicherheit der Kinder im Familienrad zu verlieren.
Es stimmt schon, ein wenig Farbe auf der Straße macht noch keinen Radweg. Aber wenn Radfahren gegen die Einbahn erlaubt und diese Entscheidung mit Farbe kommuniziert wird, erleichtert das das Leben sehr und wir freuen uns!
Oslo boomt! Und hat sich dafür entschiedenen, Parkplätze aufzulösen und den frei gewordenen Raum für den Fuß- und Radverkehr zu nützen. Cities for People sozusagen. Ein schönes Video zeigt, wie diese Ziele ganz konkret umgesetzt werden.
#citiesforpeople
Aufgrund des großen Interesses stockt die Stadt Wien die Transportfahrradförderung um 100.000 Euro auf. Ab Freitag 7.4.2017 können wieder Anträge gestellt werden.
Neben einem Kindersitz ist der Anhänger eine andere klassische Methode, um Kinder zu transportieren. Erfüllt ein Anhänger nicht auch den selben Zweck wie ein Familienrad? Und was spricht eigentlich gegen einen Fahrradanhänger? Also kurz: Tut er natürlich, und nicht viel spricht gegen einen Anhänger, aber man will sich ja nicht mit zweitbesten Lösungen zufrieden geben. In diesem Fall jedenfalls nicht.
Als Reaktion auf einen Artikel im Standard zum Einsatz von Familienräder in der familiären Logistik argumentierten LeserInnen des Artikels im Forum, dass es unverantwortliche wäre, Kinder ohne Helm in einem Bakfiets im Wiener Straßenverkehr zu transportieren.
Ich möchte zeigen, dass das nicht so ist.
Ein Familienrad vereinfacht die Logistik mit Kindern, schon die Umwelt, spart Geld und hält fit. Trotzdem wird es in Österreich noch kaum genützt. Das ändert sich gerade. Ein Beitrag von Stephan Renner auf derstandard.at.
Fahrradtaschen sind großartig, wenn sie leicht und sicher zu montieren sind und viel Platz bieten. In Kombination mit einem Kindersitz am Rad sind sie aber
unpraktisch. Familienräder können die Funktionen Kinder- und Gütertransport sicherer, effizienter und angenehmer erledigen.
Die Stadt Wien fördert den Ankauf von Lastenräder für Unternehmen und Private. Wir finden, dass das sehr zu begrüßen ist. Aber nicht alle sehen das so wie wir.
Wir verstehen Familie (F) als eine Konstellation aus mindestens einer fahrenden Person (p) und einer mitfahrenden
Person (x). Die Variable x kann dabei ganz unterschiedliche Ausprägungen annehmen. F ist also gleich p plus x oder F = p + x. Klar?
Na, das ist aber praktisch! Ham Sie das selber gebaut? Was kostet denn so ein Rad? Nachdem uns am Bakfiets ständig solche Fragen gestellt werden, habe ich mich
entschlossen, ein paar Informationen zusammenzutragen.
Was ist das richtige Familienrad für dich? Die Wahl des richtigen Rades hängt ganz von dir und deinen Lebensmustern ab.
Das Programm der European Cyclelogistics Conference 2017 von 19.-21. März ist fertig und online. Die drei Tage beginnen mit dem Lastenrad-Testfahren am Sonntag, eine großartige Möglichkeit verschiedene Lastenräder für die familiäre Logistik zu probieren.